Eilbus Geesthacht–Bergedorf: Pendler sparen acht Minuten

Geesthacht. Noch schneller, noch komfortabler sollen die Geesthachter ab Januar nach Bergedorf kommen. Bis zu viermal stündlich soll dann der Eilbus E31 zwischen Geesthacht ZOB und dem Bergedorfer Bahnhof pendeln und dabei acht Minuten Fahrzeit sparen. Doch Escheburg und Börnsen fühlen sich durch die neue Route abgekoppelt.
Bus Geesthacht
Foto: Jann
Geesthachter ZOB: Von hier sollen vom kommenden Jahr an Eilbusse zum Bergedorfer Bahnhof starten – viermal pro Stunde.
 
Während die Fahrgäste in Geesthacht und Bergedorf von der Neuregelung profitieren, regt sich in Escheburg und Börnsen Widerstand – da der E31 über die Autobahn A25 und den Curslacker Neuer Deich nach Bergedorf fährt, könnten die Gemeinden ab dem Fahrplanwechsel regelrecht abgekoppelt werden.
 

 

Der große Vorteil für die Pendler: Durch die kürzere Fahrtzeit lässt sich in Bergedorf in der Regel eine S-Bahn früher erreichen, der Arbeitsweg wird entspannter. Das Nachsehen haben dafür die Bürger der Randgemeinden: Maximal alle 30 Minuten soll ein Bus der Metrobuslinie 12 durch Escheburg und Börnsen rollen – heute fährt der Metrobus 12 tagsüber alle zehn Minuten über die alte B 5. „Dass die Busanbindung an Hamburg für die Geesthachter besser werden soll, ist für uns nachvollziehbar“, sagt Manfred Ziegelitz, Vorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen in Börnsen. „Unverständlich ist für uns aber die Radikalität, mit der die für Escheburg und Börnsen und nicht zuletzt für die Anwohner der B 5 auf Bergedorfer Gebiet die über Jahrzehnte gewachsene Versorgungslage beseitigt werden soll.“
Grund für die Gedankenspiele ist ein auslaufender Vertrag. „Die Verträge mit der VHH für die Bereitstellung der Linien 12 und 31 laufen im Dezember aus. Derzeit gibt es auf allen Ebenen Gespräche, wie die Verträge künftig gestaltet werden können“, sagt Karsten Steffen, Sprecher des Kreises Herzogtum Lauenburg. Der Kreis ist zuständig, entsprechende Vereinbarungen mit den Verkehrsbetrieben zu schließen. „Noch ist aber alles offen, Ende August soll das Thema in den Gremien beraten werden“, so Steffen.
„Aus den Gremien der Stadt Geesthacht kam der Wunsch, eine schnellere Anbindung an Bergedorf/Hamburg umzusetzen. Weil die Stadt Geesthacht den größten Teil der Kosten für die Busanbindung trägt, hat sie auch den ersten Zugriff auf die Linienführung“, so der Grünen Kreistagsabgeordnete Klaus Tormählen aus Börnsen. Über eine Neufassung entscheiden die Ausschüsse des Kreises Herzogtum Lauenburg. Beim Kreis und in Geesthacht verweist man auf laufende Verhandlungen.
Allerdings wurde hinter verschlossenen Türen bereits im Kreisausschuss diskutiert, dass es aus Sicht der Geesthachter Lenkungsgruppe für den öffentlichen Nahverkehr sinnvoll wäre, die direkte Busverbindung mit dem E31er über die Autobahn auszubauen und dafür den Verkehr der Linie 12 über Börnsen und Escheburg deutlich einzuschränken. „Der Eilbus wird sehr gut angenommen, deshalb hat sich Geesthacht im Arbeitskreis dafür ausgesprochen, dass der E31er öfter fahren sollte“, sagt der Grüne Ratsherr und Verkehrsexperte Gerhard Boll, der in dem Gremium sitzt. Einen offiziellen Antrag der Stadt gebe es aber bislang nicht.
Dennoch ist der Ärger bei den Nachbarn allein über die Gedankenspiele groß: „Wir monieren das Vorgehen ohne Absprachen mit den betroffenen Gemeinden. Das ist ein Verhalten nach Gutsherrenart: Wer zahlt, bestimmt“, so Manfred Ziegelitz, Vorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen in Börnsen. „Wir setzen uns dafür ein, dass für die Anlieger der alten B5 der bestehende Fahrplan zumindest in der Hauptverkehrszeit erhalten bleibt. Denn man sollte berücksichtigen, dass auch Bürger aus Börnsen und Escheburg nach Geesthacht und umgekehrt pendeln.“ Die Grünen wollen Alternativen prüfen lassen. Eine Möglichkeit wäre, wenigstens zu Spitzenzeiten des Berufsverkehrs einen 15-minutiger Takt des Metrobus 12 über Börnsen und Escheburg einzurichten.

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